Licht und Farbe als räumliches ElementBei diesem kleinen Bauvorhaben im Münchner Norden war das Hauptanliegen, aufgrund der Lage im Garten und der möglichen Größe von 20 Quadratmetern die größtmögliche räumliche Erweiterung. Die Nutzung war nicht bestimmt, so dass es vor allem um den Raum und dessen Beziehung zum Garten ging. Das Gebäude ist in jede Richtung zu öffnen. Nur eine Seite des Pavillons musste auf die Grundstücksgrenze zum Nachbarn gebaut und aus diesem Grund geschlossen werden. Zu den übrigen drei Richtungen ist der Bezug in den Garten uneingeschränkt möglich. Die verschiebbaren Fassadenflächen aus rahmenlosen, raumhohen Verglasungen ermöglichen den unmittelbaren Kontakt zum umgebenden Grün. Der Boden – als in den Garten hinauslaufende Platte konzipiert – löst die Grenze zwischen Innen und Außen weiter auf. Der Steinbelag suggeriert einerseits die Verbundenheit mit der Erde und andererseits schafft er eine eindeutige Grenze zwischen Bewuchs und Bauwerk was diesem Ort eine besondere Würde verleit. Die Deckenplatte ist das eigentlich raumbegrenzende Element, das jedoch ebenso wie der Steinbelag über den eigentlich beheizten Innenraum hinausragt. Die leicht glänzende orange farbene Deckenuntersicht eröffnet einen gefühlten imaginären Raum, der von jedem Mensch ganz individuell besetzt wird. Der Pavillon spielt also auf verschiedenen Ebenen mit unserer Raumwahrnehmung. Gesehnes wird überlagert von Gewusstem und Empfundenem. Das Licht verändert je nach Jahres- oder Tageszeit die Erscheinung des Pavillons erheblich. Die Schatten greifen unterschiedlich weit in den Raum hinein, der helle Travertin ist an einem Tag so gleißend hell, das er einen fast blendet und dann wieder so zurückgenommen in seiner Leuchtkraft als würde er die aufgenommene Lichtenergie der vorigen Tage langsam wieder an seine Umgebung abgeben. So wie die Schatten und das Tageslicht die Gestalt des Körpers immer wieder verändern, so scheint bei Nacht das Gebäude nur noch aus einem Lichtraum zu bestehen, der durch den hellen Boden und das weiche Licht der orange farbenen Decke gebildet wird. Der schwarze Rand des Daches, der bei Tag den Pavillon begrenzt und ihm eine eindeutige Kontur verleit, lässt Nachts diese Grenze umso vager erscheinen. Licht und Farbe sind die eigentlich raumbildenden Elemente dieses neu geschöpften Orts.

Fertigstellung 2007
Standort München, Schwabing
Wohnfläche 20 m²
Baukosten Keine Angaben
Leistungsphasen 1-8

Licht und Farbe als räumliches ElementBei diesem kleinen Bauvorhaben im Münchner Norden war das Hauptanliegen, aufgrund der Lage im Garten und der möglichen Größe von 20 Quadratmetern die größtmögliche räumliche Erweiterung. Die Nutzung war nicht bestimmt, so dass es vor allem um den Raum und dessen Beziehung zum Garten ging. Das Gebäude ist in jede Richtung zu öffnen. Nur eine Seite des Pavillons musste auf die Grundstücksgrenze zum Nachbarn gebaut und aus diesem Grund geschlossen werden. Zu den übrigen drei Richtungen ist der Bezug in den Garten uneingeschränkt möglich. Die verschiebbaren Fassadenflächen aus rahmenlosen, raumhohen Verglasungen ermöglichen den unmittelbaren Kontakt zum umgebenden Grün. Der Boden – als in den Garten hinauslaufende Platte konzipiert – löst die Grenze zwischen Innen und Außen weiter auf. weiterlesen …

Licht und Farbe als räumliches ElementBei diesem kleinen Bauvorhaben im Münchner Norden war das Hauptanliegen, aufgrund der Lage im Garten und der möglichen Größe von 20 Quadratmetern die größtmögliche räumliche Erweiterung. Die Nutzung war nicht bestimmt, so dass es vor allem um den Raum und dessen Beziehung zum Garten ging. Das Gebäude ist in jede Richtung zu öffnen. Nur eine Seite des Pavillons musste auf die Grundstücksgrenze zum Nachbarn gebaut und aus diesem Grund geschlossen werden. Zu den übrigen drei Richtungen ist der Bezug in den Garten uneingeschränkt möglich. Die verschiebbaren Fassadenflächen aus rahmenlosen, raumhohen Verglasungen ermöglichen den unmittelbaren Kontakt zum umgebenden Grün. Der Boden – als in den Garten hinauslaufende Platte konzipiert – löst die Grenze zwischen Innen und Außen weiter auf. Der Steinbelag suggeriert einerseits die Verbundenheit mit der Erde und andererseits schafft er eine eindeutige Grenze zwischen Bewuchs und Bauwerk was diesem Ort eine besondere Würde verleit. Die Deckenplatte ist das eigentlich raumbegrenzende Element, das jedoch ebenso wie der Steinbelag über den eigentlich beheizten Innenraum hinausragt. Die leicht glänzende orange farbene Deckenuntersicht eröffnet einen gefühlten imaginären Raum, der von jedem Mensch ganz individuell besetzt wird. Der Pavillon spielt also auf verschiedenen Ebenen mit unserer Raumwahrnehmung. Gesehnes wird überlagert von Gewusstem und Empfundenem. Das Licht verändert je nach Jahres- oder Tageszeit die Erscheinung des Pavillons erheblich. Die Schatten greifen unterschiedlich weit in den Raum hinein, der helle Travertin ist an einem Tag so gleißend hell, das er einen fast blendet und dann wieder so zurückgenommen in seiner Leuchtkraft als würde er die aufgenommene Lichtenergie der vorigen Tage langsam wieder an seine Umgebung abgeben. So wie die Schatten und das Tageslicht die Gestalt des Körpers immer wieder verändern, so scheint bei Nacht das Gebäude nur noch aus einem Lichtraum zu bestehen, der durch den hellen Boden und das weiche Licht der orange farbenen Decke gebildet wird. Der schwarze Rand des Daches, der bei Tag den Pavillon begrenzt und ihm eine eindeutige Kontur verleit, lässt Nachts diese Grenze umso vager erscheinen. Licht und Farbe sind die eigentlich raumbildenden Elemente dieses neu geschöpften Orts.

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