Das Kinderhaus Garching gliedert sich in Höhe und Volumen in den umgebenden Bestand ein.
Die Riegelform des Baukörpers mit den unterschiedlich hohen Aufbauten spielt mit und vermittelt zwischen den verschiedenen Gebäudehöhen der Nachbarbauten. Mit der Gestaltung eines Platzes auf der südlichen Straßenseite wird ein Außenraum geschaffen, welcher zum Kinderhaus hinleitet. Ebenso wertet diese Platzgestaltung den gesamten Straßenzug auf und verflechtet sich so mit der Umgebung. […]

Kinderhaus untere Straßäcker, Garching

2015

Das Kinderhaus Garching gliedert sich in Höhe und Volumen in den umgebenden Bestand ein.
Die Riegelform des Baukörpers mit den unterschiedlich hohen Aufbauten spielt mit und vermittelt zwischen den verschiedenen Gebäudehöhen der Nachbarbauten. Mit der Gestaltung eines Platzes auf der südlichen Straßenseite wird ein Außenraum geschaffen, welcher zum Kinderhaus hinleitet. Ebenso wertet diese Platzgestaltung den gesamten Straßenzug auf und verflechtet sich so mit der Umgebung. Zur Straße hin ist das Gebäude schlicht und offen gestaltet. Auf der Gartenseite verzahnt sich das Gebäude über Innenhöfe und Spielbereiche mit der Natur und reagiert somit auf die unterschiedlichen Funktionen.
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Das Kinderhaus Garching gliedert sich in Höhe und Volumen in den umgebenden Bestand ein.
Die Riegelform des Baukörpers mit den unterschiedlich hohen Aufbauten spielt mit und vermittelt zwischen den verschiedenen Gebäudehöhen der Nachbarbauten.
Mit der Gestaltung eines Platzes auf der südlichen Straßenseite wird ein Außenraum geschaffen, welcher zum Kinderhaus hinleitet. Ebenso wertet diese Platzgestaltung den gesamten Straßenzug auf und verflechtet sich so mit der Umgebung. Zur Straße hin ist das Gebäude schlicht und offen gestaltet. Auf der Gartenseite verzahnt sich das Gebäude über Innenhöfe und Spielbereiche mit der Natur und reagiert somit auf die unterschiedlichen Funktionen.

KONZEPT
Wichtiger Bestandteil des Konzeptes ist ein starker Bezug ins Freie und in die Natur, um für die Kinder eine natürliche Umgebung zum Spielen zu schaffen. Dieser Bezug wird über unterschiedliche Freibereiche geschaffen, wie beispielsweise Innenhöfe zwischen den Gruppenräumen, Terrassenflächen im 1. Obergeschoss und großzügige, vielfältig gestaltete Gartenfläche, welche zum Spielen und Entdecken einladen.
Ein weiterer wichtiger Punkt des Entwurfs ist die Verwendung von einfachen, rohen Materialien, um auch im Inneren des Gebäudes einen möglichst natürlichen Raum zum Spielen zu schaffen. Auch sollen die taktilen Reize der Kinder herausgefordert werden und ein „ungestörtes“ spielen und toben ermöglicht werden, ohne die verwendeten Baustoffe in Mitleidenschaft zu ziehen.

GRUNDRISS
ERDGESCHOSS
Über einen großzügigen Eingangsbereich, der als Wartebereich für Eltern, ebenso als Besprechungsbereich genutzt werden kann, wird das Gebäude erschlossen. Von hier erreicht man den Verwaltungsbereich im Osten, sowie die Gruppenräume nach Westen und den Mehrzweckraum und Treppenaufgang im Norden/ Nordwesten. Der Eingangsbereich kann mit dem Mehrzweckraum zusammengeschaltet werden und gibt Raum für Aufführungen und verschiedene Veranstaltungen. Eine multifunktionale Raumnutzung wird dadurch gewährleistet. Vom Foyer gelangt man über einen hellen, lichtdurchfluteten Spielflur zum Herzstück des Gebäudes, den Gruppenräumen und deren Nebennutzungen. Alle Gruppenräume orientieren sich über raumhohe Schiebetüren in Richtung Innenhof und schaffen dadurch den bereits erwähnten Außenraumbezug. Im Sommer können die großflächigen Verglasungen komplett geöffnet werden und ein fließender Übergang zwischen Innen- und Außenraum entsteht und schafft viel Raum für das Spiel und die Kreativität der Kinder. Die Ruheräume sind ebenfalls Richtung Innenhof orientiert und erhalten natürliches Tageslicht, mit einer Brüstungshöhe von 1,50m wird aber ein Sichtbeziehung nach Außen vermieden und die Kinder können ohne Ablenkung ihren Mittagsschlaf halten.

OEBRGESCHOSS 01 – KINDERHAUS
Über die Treppe im nördlichen Teil des Foyers gelangt man ins 1. Obergeschoss zu weiteren Gruppen- und Intensivräumen. Der Treppenraum wird durch Fenster von Nord und West belichtet und leitet mittels dieser Lichtführung in die oberen Bereiche. Im Obergeschoss wird über eine Terrasse der Bezug nach Außen ermöglicht, welcher für das Entwurfskonzept essenziell ist. Klettergerüst, Rutsche und verschiedene Außengeräte schaffen ein vielseitiges und spannendes Spielumfeld für die Kinder.

OEBRGESCHOSS 01/02 – WOHNEN
Eine Besonderheit des Entwurfs ist neben dem Kindergarten noch Wohnfläche anzubieten. Es sollen Wohnungen im 1. sowie in einem 2. Obergeschoss angeboten werden.
Je nach endgültigem Entwurf (mit oder ohne Wohnen) werden für die Wohnungen Parkplätze auf dem südlichen Platz vor dem Gebäude ausgewiesen.
Zwei skulpturale Außentreppen auf der Südfassade erschließen die Wohnungen im 1. Obergeschoss und dienen ebenso der Adressbildung. Die Wohnungen des 2. Obergeschosses werden über einen Treppenturm auf der Ostseite erschlossen, auch dieser soll eine Art skulpturalen Eindruck erhalten und den außergewöhnlichen Charakter des Gebäudes noch einmal stärken.
Die Wohnungsgrößen variieren von 37 qm hin zu 80 qm, bieten also für unterschiedliche Anforderungen Raum. Beispielsweise für die Angestellten des Kindergartens sind die geplanten Wohnungen ideal gelegen. Die großflächigen Fensterflächen schaffen helle Wohnungen mit einer lichtdurchfluteten Wohnatmosphäre.

FASSADE
Die Fassade soll als Porenbetonwand mit vorgehängtem, hinterlüftetem Profilglas ausgeführt werden. Diese Materialkombination schafft durch die Glasbrechung der Profilglaselemente und den dahinterliegenden Porenbetonsteinen eine spannende und vielschichtige Fassadenwirkung. Die Porenbetonsteine sollen wahlweise mit einer Art Karomuster a la Sol LeWitt in unterschiedlichen Grau-Braun Tönen gestrichen werden, wodurch der Effekt des Zusammenspiels von Glasbrechung und Betonsteinmuster noch einmal verstärkt wird. Für die Fensterbereiche gibt es drei Anwendungsweisen für das Profilglas. Bei Öffnungsflügeln gibt es kein Profilglas vor den Fenstern oder nur jedes zweite Profilglasfeld wird ausgeführt. Bei Festverglasungen zieht sich das Profilglas vollflächig über die Fenster hinweg, wodurch ein mehr oder weniger homogenes Fassadenbild entsteht. Gerade auch in den Abendstunden entsteht durch diese doppelte Filterung des Lichtes mit Profilglas und Fensterglas ein faszinierendes Fassadenbild.
Im nördlichen Erdgeschossteil des Gebäudes werden Sichtbetonwände verwendet, da die Scheibenwirkung dieses Bereiches zwischen den Innenhöfen hervorgehoben werden soll.

MATERIALIEN – INNENRAUM
Alle tragenden Fassadenmaterialien sollen auch im Gebäudeinneren ablesbar sein. Um für eine komfortable und angenehm wohnliche Atmosphäre im Inneren zu sorgen, werden Innenwände und Möbel in Holz ausgeführt. Da Holz im Gebrauch sehr robust ist, bietet es sich für eine Kindergartennutzung sehr gut an. Auch die Porenbetonwände sind robust ähnlich herkömmlicher Putzwände und eignen sich daher ebenfalls sehr gut.

LANDSCHAFTSGESTALTUNG
Der bereits zu anfangs erwähnte Vorbereich im Süden wird in Rasengittersteinen ausgeführt. Wodurch der Rasenanteil zu herkömmlichen versiegelten Bodenbelägen wesentlich erhöht werden kann. Im Osten wird der Kindergarten durch eine Rasenfläche, dem `Bolzplatz´mit Bambushecke gefasst. Im Norden reihen sich verschiedene `Zimmer´ mit unterschiedlichen Spielflächen, wie eine Fläche mit kleinen Mulden und Pumpe für Matsch- und Sandspiel, drei Bambus-Dickichte zum Verstecken, eine asphaltierte Bobbycar-Rennstrecke mit Markierung und Aufenthaltsbereiche mit Sitzgelegenheiten, an. Der Bereich im Westen soll vorwiegend den Krippenkindern als Spielfläche dienen, mit Sandspiel und Vogelnestschaukel, auch in Asphalt gefasst. In den Höfen soll eine optische Durchgängigkeit zu den Gruppenräumen vermittelt werden – runde Betonelement liegen in einer Rieselfläche, die locker bepflanzt ist. Der Kindergarten wird umlaufend mit Stabgitterzaun eingefriedet.

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