Das am nordwestlichen Rand des Hochschul- und Forschungsgeländes Garching liegende Grundstück grenzt direkt an die Lichtenbergstraße, die einen Hauptzugang zur „Neuen Mitte“ des Campus bildet. Somit wird das am Eingang zum Campus liegende Gebäude des zukünftigen Entrepreneurships nicht nur inhaltlich eine Signalfunktion für den Ort übernehmen, sondern wird dies auch durch seine Gestaltung ausdrücken. Es gilt also ein Haus zu entwickeln, das bereits die wesentlichen Gedanken seiner Funktion nach außen hin darstellt. Wir suchen nach einer sprechenden architektonischen Form, die über eine Architektur hinausweist, die nur ihren eigenen funktionalen und konstruktiven Gesetzmäßigkeiten folgt.

Entrepreneurship-Center Wettbewerb

Realisierungswettbewerb
Bruttogeschossfläche
Baukosten
München
2013

Das sprechende Haus
Das am nordwestlichen Rand des Hochschul- und Forschungsgeländes Garching liegende Grundstück grenzt direkt an die Lichtenbergstraße, die einen Hauptzugang zur „Neuen Mitte“ des Campus bildet. Somit wird das am Eingang zum Campus liegende Gebäude des zukünftigen Entrepreneurships nicht nur inhaltlich eine Signalfunktion für den Ort übernehmen, sondern wird dies auch durch seine Gestaltung ausdrücken. Es gilt also ein Haus zu entwickeln, das bereits die wesentlichen Gedanken seiner Funktion nach außen hin darstellt. Wir suchen nach einer sprechenden architektonischen Form, die über eine Architektur hinausweist, die nur ihren eigenen funktionalen und konstruktiven Gesetzmäßigkeiten folgt. weiterlesen …

Das sprechende Haus
Das am nordwestlichen Rand des Hochschul- und Forschungsgeländes Garching liegende Grundstück grenzt direkt an die Lichtenbergstraße, die einen Hauptzugang zur „Neuen Mitte“ des Campus bildet. Somit wird das am Eingang zum Campus liegende Gebäude des zukünftigen Entrepreneurships nicht nur inhaltlich eine Signalfunktion für den Ort übernehmen, sondern wird dies auch durch seine Gestaltung ausdrücken. Es gilt also ein Haus zu entwickeln, das bereits die wesentlichen Gedanken seiner Funktion nach außen hin darstellt. Wir suchen nach einer sprechenden architektonischen Form, die über eine Architektur hinausweist, die nur ihren eigenen funktionalen und konstruktiven Gesetzmäßigkeiten folgt.
Das Gebäude steht somit in einer Tradition der „Architecture parlante“, deren wichtigste Vertreter zur Zeit der französischen Revolutionsarchitektur Claude Nicolas Ledoux, Étienne-Louis Boullée und Jean-Jacques Lequeu waren. Wir suchen also eine Architektursprache, die über die äußere Erscheinung, die Offene, zum Gespräch und Treffen einladende Struktur des Gebäudes vermittelt und durch die Wahl und Verwendung des Materials den innovativen Geist des Orts ausdrückt.

Ort der Kommunikation
Um die einladende Geste des Gebäudes zu unterstreichen schaffen wir vor dem Entrepreneurship einen Platzraum, der mit einem Wasserbecken und verschatteten Sitzmöglichkeiten einen angenehmen Aufenthaltsort bietet.
Ein zentraler Durchgang, der sich bereits im Platzbelag abbildet, erschließt das Gebäude. Hier befinden sich die Eingangsbereiche zur TUM, zum UTUM und Tech Shop. Der angeschlossene Hof dient als interner öffentlicher Treffpunkt der einzelnen Nutzer. An ihn wurden neben den Eingangsbereichen auch der „Shared Space“ der TUM und der „Eventraum“ des Tech-Shop-Bereichs angegliedert, so dass er bei größeren öffentlichen Veranstaltungen als räumliche Erweiterung und als Zentrum fungiert und alle öffentlichen Bereiche mit dem Platzraum verbindet. Entlang diese Durchgangs kann auch die Teilung des Grundstücks vorgenommen werden, ohne dass das Gebäude in zwei Teile zerfällt. Das Café befindet sich am Vorplatz und wendet sich dem umgebenden öffentlichen Raum zu.
Der geschlossene Tech-Shop-Bereich wird im Norden angesiedelt. Durch diese Anordnung können sich die übrigen Funktionsbereiche im Süden zum Platz, im Westen zum „Gate“ und im Osten zum Grünbereich hin orientieren.
Das gesamte Erdgeschoss wird mit einer raumhohen Pfostenriegelfassade versehen, die sich von jedem Raum aus zum Platz hin öffnen lässt. Das Gebäude ermöglicht dem Nutzer an jeder Stelle aus dem Gebäude heraus zu treten.
Die Höfe, die das Gebäude im Inneren gliedern, sind den einzelnen Arbeitsbereichen zugeordnet und sollen als Orte der Kommunikation zur Arbeit und zum Treffen der Nutzer einladen. In den oberen Geschossen ergänzen Arbeitsterrassen und ein Wintergarten diese Funktionen.
Das Gebäude wird in den oberen Geschossen durch eine Metallfassade umschlossen, die durch ihren spielerischen Ausdruck den forschenden Geist der Nutzer des Gebäudes versinnbildlicht. Die Grundgliederung des Baukörpers, nach der die stärker der Öffentlichkeit zugewandten Orte des Gebäudes im Erdgeschoss untergebracht wurden und die der internen Arbeit dienenden Räume in den Obergeschossen, findet in dieser Fassadengliederung ebenfalls seinen Ausdruck. Die individuelle Formgebung des aus Löchern und Linien aufgebauten Musters, das sich an Zellstrukturen des menschlichen Hirns orientiert, verweist zum einen durch seine Fertigung mit CNC-Fräsen und die verzinkte silberne Fläche auf moderne Herstellungstechniken und zum anderen reflektiert es die einfallenden Lichtstrahlen der Umgebung so, dass das Gebäude wie ein Leuchtender Körper erscheinen wird. Die Metallpaneele sind auf der Innenseite farbig behandelt. Beim Wechsel von außen nach innen wechselt damit die Erscheinung des Gebäudes. Die Individuelle Formgebung der Fassade in den Höfen betont diesen Wechsel und vollzieht sinnbildlich einen Schritt, den jeder von uns macht, wenn er sich gedanklich neue Welten erschließt.
Der Lochanteil der Fassade ist so gewählt, dass er zum sommerlichen Wärmeschutz des Gebäudes einen nicht unerheblichen Anteil beiträgt. Ergänzt wird diese Funktion durch eine lichtlenkende Raffstoreanlage, die im Bereich des Wartungsbalkons angeordnet ist.

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